Stiftung Warentest sagt, nicht jedes Sextoy ist „befriedigend“

Silikon, TPE, Weichmacher, Nickel… Alles Begriffe, die in der aktuellen Ausgabe von Stiftung Warentest vorkommen und Angst machen können. Darf ich also keine Sextoys mehr verwenden?

In der Ausgabe 02/2019 hat Stiftung Warentest sich nun einige Sextoys näher angeguckt und sich dabei offenbar eine bunte Mischung zusammengesucht. Von Vibratoren über Liebeskugeln, Penisringen bis hin zur vibrierenden Badeente war einiges im Test vertreten.

Ist befriedigend besser als gut?

Nein, auch in diesem Fall gelten die Standard-Bewertungen des Instituts. „Befriedigend“ ist also schlechter als „gut“ und „sehr gut“ ist die Königsklasse. Die Bewertung ist hier aber sehr streng ausgefallen, da Schadstoffe in Sexspielzeugen nichts zu suchen haben. Schließlich kommen diese – je nach Bauweise – mit Schleimhäuten in Kontakt. Durch die gute Durchblutung sind sie besonders empfindlich und können die Schadstoffe leicht aufnehmen. Hier sollte man also immer auf Qualität achten – nur hat uns Stiftung Warentest bewiesen, dass Qualität nicht zwangsläufig am Preis zu erkennen ist.

Bisher gibt es aber keine klaren Richtlinien für Sexspielzeuge, was ich sehr schade finde. Der Markt boomt, aber offenbar wird er trotzdem weiterhin als etwas, was man lieber verschweigt, angesehen. Für den Test hat man sich also an den allgemeingültigen Grenzwerten orientiert, wie sie zum Beispiel für das GS-Siegel für Geprüfte Sicherheit gelten. Von den getesteten Toys sind tatsächlich 5 mit der Note mangelhaft durchgefallen, sehr gut waren dagegen nur 4 Exemplare.


ORION Lieb doch WIE DU WILLST

Gab es Überraschungen?

Für mich gab es die definitiv. Dass eine vibrierende Badeente nicht besonders gut abschneidet, überrascht mich wenig. Irgendwie hatte ich hier auch nicht viel erwartet.

Was mich dagegen sehr überrascht hat, ist der We-Vibe Sync. Ein 190€-Paarvibrator, davon hätte ich mir doch durchaus mehr erwartet. Er fällt allerdings auch nicht wegen des Silikons durch. Das ist super von der Qualität. Nein, er fällt durch, weil die Ladekontakte viel zu viel Nickel abgeben. Mit soetwas hätte ich nicht gerechnet.

Auch von Joydivision hätte ich mir mehr erhofft. Aber das TPE, das ihre Liebeskugeln zusammenhält, ist stark mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Diese gelten als Krebs erregend.

Positiv überrascht hat mich hingegen der hübsche und günstige Vibrator „Space Rider 3000“ von You2Toys. Dieser klassiche Vibrator in Penisform hat die Testnote „sehr gut“ erhalten. Für die, die lieber was Kleineres wollen: Der Mini-Vibrator FUN FACTORYOcean“ ist ebenso mit „sehr gut“ bewertet worden.

Auch Freundinnen von Klitorisstimulationen können aufatmen. Sowohl der Womanizer W500 Pro als auch der Satisfyer Pro 2 sind zumindest unbedenklich.

Wie kannst du auf Nummer sicher gehen?

Das Fazit, das ich aus dem Test ziehen muss, ist leider, dass es aktuell kaum eine 100%ige Nummer sicher gibt. Zumindest nicht bei vibrierenden Toys oder mehreren Materialien. Wenn es nicht vibrieren muss, kannst du dir gern mal alternative Materialien anschauen. Es gibt beispielsweise Dildos aus Glas, Metall oder auch Holz. Die von mir vorgestellten kann ich dir alle empfehlen, sie fühlen sich spannend an und sind hochwertig verarbeitet.

vegetarier_728x90

Ebenso schreibt sich beispielsweise auch ivy.toys auf die Fahne, ausschließlich hochwertiges, medizinisches Silikon zu verwenden – und gut anfühlen tut es sich auch noch. Wer es süßer mag, kann die Dresdener Dildo-Manufaktur SelfDelve unterstützen – auch hier wird auf erstklassige Inhaltsstoffe großer Wert gelegt. Ich habe ja beispielsweise schon eine Lakritzstange testen dürfen.

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, auf gewisse Qualitätsmerkmale zu achten:

  • Woraus ist das Toy gemacht?
  • Steht in der Beschreibung „keine Weichmacher“ etc?
  • Sieht die Verarbeitung hochwertig aus (achte auf Nähte und Übergänge bei verschiedenen Materialien)?
  • Wo wird produziert?

Teuer heißt zwar nicht immer gut, aber billig ist leider oft auch tatsächlich „billig“. Wenn du also wirklich nach einem Toy suchst, mit dem du lange und sicheren Spaß haben kannst, dann solltest du besser auf Qualität achten und nicht am falschen Ende sparen.

Ich hoffe, damit habe ich dir ein bisschen weiterhelfen können.

Deine Sally

❥ In diesem Beitrag nutze ich Affiliate-Links. Das heißt, wenn du nach dem Klick auf einen der Produktlinks etwas einkaufst, verdiene ich eine kleine Provision. Wenn dir also gefällt und hilft, was wir hier schreiben, kannst du das Lippenbekenntnisse-Team auf diesem Weg gern unterstützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.