Rezension: Körperlust statt Körperfrust von Aksana Rasch

Oft sind wir selbst unsere größten Kritikerinnen. Doch wie sollen andere uns und unseren Körper lieben, wenn wir uns selbst nicht lieben und verehren? Mit „Körperlust statt Körperfrust – In 7 einfachen Schritten von der Kritikerin zur Verehrerin deines weiblichen Körpers“ möchte uns Aksana Rasch zeigen, wir wir das ändern können.

Den Titel fand ich ansprechend, darum war Aksana so lieb und hat mir ein handsigniertes Exemplar zukommen lassen, um für dich eine Rezension zu schreiben. Das möchte ich hiermit natürlich auch tun und dir sagen, ob du damit auch zur Verehrerin deines weiblichen Körpers werden kannst.

Die Selbstkritikerin

Körperlust statt Körperfrust als Pool-LektüreAls kleine Vorgeschichte: Ich bin nicht mit den Genen oder dem Stoffwechsel gesegnet, dass ich ganz einfach schlank bleibe, auch wenn ich esse, wie und was ich möchte. Ich muss auf meinen Körper achten und ich möchte auf meinen Körper achten. Was auch so viele vergessen: Schlank bedeutet nicht gleich gesund.

Ich war nicht immer zufrieden mit mir. Also habe ich abgenommen. Ich habe auf meine Ernährung geachtet, mich mehr bewegt und mehr Sport gemacht. Diät würde ich es allerdings nicht nennen, sondern einfach nur bewussteres Essen. So mache ich das heute noch und – auch wenn ich noch das eine oder andere Speckröllchen habe – ich mag meinen Körper.

Ich möchte kein Supermodel sein und auch keine Hochleistungssportlerin. Gesund und fit genügt mir. Das bin ich und damit bin ich mehr als zufrieden. Sobald ich mit mir selbst zufrieden war und mich in meinem Körper wohl gefühlt habe, habe ich auch bemerkt, dass die anderen mich anders wahrgenommen haben. Das Wohlfühlen hat zu mehr Selbstbewusstsein geführt und mehr Selbstbewusstsein zu mehr Ausstrahlung. Diese Ausstrahlung ist wichtiger als ein perfekter Körper.

Dagegen kenne ich genügend Frauen, die einen großartigen Körper haben. Super schlank, top in Form. Ich schaue sie an und ertappe mich manchmal dabei, neidisch zu sein. Aber viele von ihnen sind nicht glücklich. Sie verzichten auf so vieles, um auch ja kein Gramm zuzunehmen, denn Zunehmen wäre eine Schwäche und würde sie hässlich machen. Dabei ist es diese Unsicherheit, die dafür sorgt, dass sie nicht ihr volles Potenzial ausstrahlen, nicht das Gramm Fett am Oberschenkel.

Dieses Buch ist ein Weckruf. Schluss mit Diäten und damit, ständig am weiblichen Körper nach Problemzonen zu suchen! Raus aus dem Optimierungswahn, mit dem man uns einreden will, der weibliche Körper sei mangelhaft, korrekturbedürftig und nicht genug. Lasst uns so sein, wie wir sind: mit unseren einzigartigen Körpern, vielfältigen Brüsten, wunderschönen Bäuchen und formvollendeten Vaginen. Raus aus dem Körperfrust, rein in die Körperlust! Es sind nur 7 Schritte von der Kritikerin zur Verehrerin deines weiblichen Körpers. Lerne dich selbst zu lieben, so wie du bist.

Körperlust statt Körperfrust

Katzen haben keinen KörperfrustGenau dieses Problem der inneren Selbstkritikerin greift Aksana auch auf und gibt dabei 7 Schritte, wie man zur größten Verehrerin seines weiblichen Selbst werden kann. Dabei geht es aber in meinen Augen sogar überraschend wenig um den eigentlichen Körper. Vielmehr geht es um die Gesamtwahrnehmung, um sich so zu akzeptieren, wie man ist. 

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das denn gehen soll, wenn es gar nicht um den Körper geht. Und wenn du so denkst, könnte dieses Buch genau das Richtige für dich sein. Ein „schöner“ Körper allein wird nicht glücklich machen. Nicht dich und auch nicht deine Partner. Schieb also diese Gedanken beiseite, denn du lebst JETZT in deinem Körper, nicht in ein paar Monaten, wenn du vielleicht ein paar Pfunde abgenommen haben solltest. Warum also nicht jetzt schon mit dem zufrieden sein, was du hast? Das macht das Leben, die Liebe und die Lust so viel einfacher und so viel besser. Glaub’s mir, ich spreche da aus Erfahrung.

Dazu möchte Aksana dir ein paar Tipps geben, die von der Entdeckungsreise über den eigenen Körper über das Kennen deines weiblichen Zyklus‘ bis zu Meditations-Tipps reichen. Wie schon so oft erwähnt, ist auch das Beckenbodentraining nicht zu vernachlässigen. Zu all den Themen gibt es sowohl persönliche Erfahrungen und Anekdoten als auch belegende Statistiken.

Ist dieser Ratgeber von Aksana Rasch lesenswert?

Ich fand es auf jeden Fall ganz interessant und die etwa 100 Seiten sind auch schnell gelesen. Man muss aber auch bereit dafür sein und sich auf das einlassen, was hier geschrieben wird. Das konnte ich persönlich nicht unbedingt zu jeder Zeit. Es gibt beispielsweise ein Interview mit einem Pärchen, das Online-Kurse zum Thema symptothermale Verhütung anbietet. Ich muss gestehen, das fand ich persönlich zu lang, denn auch wenn ich es wichtig finde, den eigenen Zyklus zu kennen, und Methoden abseits der Pille populärer zu machen, so ist dieses Interview für mich schon einen Tick zu sehr in die Esoterik-Schiene abgedriftet.

Körperlust statt Körperfrust handsigniert von Aksana Rasch

Ähnliches dann bei dem Vergleich der Wirkung der positiven Gedanken mit der Quantentheorie:

Alle Möglichkeiten, die im Quantenfeld vorhanden sind, existieren im jetzigen Moment und sind elektromagnetisch. Unsere Aufgabe ist es, unsere Energie so zu verändern, dass diese energetische Schwingung mit der im Quantenfeld bereits existierenden elektromagnetischen Schwingung für das erwünschte Potenzial übereinstimmt.

Keine Sorge, diese Theorie wurde vorab noch ein bisschen näher beleuchtet, trotzdem löst so eine Aussage bei mir immer ein „WTF?“ aus, denn wissenschaftlich ist so etwas natürlich schon eher Humbug. Das ist so ein bisschen wie das Zuckerkügelchen, das mit Wasser beträufelt wurde, das irgendwann mal irgendwas mit irgendeinem Wirkstoff zu tun hatte.

Abgesehen von diesen beiden Teilen fand ich Körperlust statt Körperfrust doch recht lesenswert. Ich kenne auch schon eine Freundin, der ich es unbedingt schenken möchte, denn sie gehört zu der Gattung, die einfach nie mit sich zufrieden ist.

Bin ich nun eine Verehrerin meines weiblichen Körpers?

Ja. Aber das war ich auch schon zuvor. Schon lang hatte ich für mich entschieden, dass ich mich toll finde. Trotz Schwangerschaftsstreifen ohne Schwangerschaft, trotz kleinen Speckröllchen am Bauch, trotz ungleichmäßig großen Brüsten, denen man die Schwerkraft auch schon ein wenig ansieht – ich mag meinen Körper. Ich habe nur diesen einen und ich gebe auf ihn Acht. Damit meine ich nicht nur Essen und Sport, sondern auch, immer mal wieder festzustellen, dass ich doch eigentlich ganz zufrieden bin.

An einigen Stellen vom Buch habe ich mir gedacht „Ja, stimmt definitiv“. Viele Dinge habe ich sowieso schon so gemacht. Nichtsdestotrotz habe ich auch ein paar Sachen für mich aus diesem Ratgeber mitgenommen. Damit ist der Zweck doch auch schon erfüllt.

Fazit

Ich fand Körperlust statt Körperfrust von Aksana Rasch schon interessant, allerdings bin ich eher nicht die richtige Zielgruppe. Schließlich habe ich meinen Körperfrust schon vor einiger Zeit abgelegt. Für meinen Geschmack waren auch einige Stellen ein bisschen zu esoterisch. Manchmal frage ich mich, wieso Ratgeber, die über so ein Thema berichten, immer so einen Touch haben?

Ich bin da eher so ein Mittelding. Ich bin sehr mit mir zufrieden – aber ich arbeite auch daran. Als ich unzufrieden war und auch die Blutwerte nicht so richtig gut, habe ich ca. 17kg abgenommen – und +/- 3kg halte ich dieses Gewicht auch. Dafür achte ich auf meine Ernährung, bewege mich reichlich, treibe Sport und nutze zusätzlich noch ein Fitbit, um den Überblick zu behalten. Mit einer App überwache ich auch meinen Zyklus – etwas, was in dem genannten Interview eher als „unwirksam“ erklärt wird, weil man darüber nicht wirklich etwas über seinen Zyklus lernt. Das sehe ich aber anders, man muss nur mit den Daten auch arbeiten und sie interpretieren.

Allerdings habe ich nun auch Lust, mal eine Tantra-Massage auszuprobieren. Vielleicht kann mir Aksana ja noch eine Empfehlung geben, wo man so etwas bekommen kann.

Wenn du nun auch Lust auf „Körperlust statt Körperfrust – In 7 einfachen Schritten von der Kritikerin zu Verehrerin deines weiblichen Körpers“ hast, dann kannst du es ganz einfach bei Amazon bestellen. Die Version für das Kindle kannst du für 5€ herunterladen, das Taschenbuch bekommst du für 10€.

Um es abschließend mit Aksanas Worten zu sagen:

Ich glaube, dass es an der Zeit ist, endlich einen liebevollen Umgang mit dem eigenen Körper zu beginnen. Wir können unsere größte Kritikerin sein. Jede Frau kann darüber wohl ihre persönliche (Leidens-)Geschichte erzählen. Wir können uns jedoch auch entscheiden, die größte Verehrerin des eigenen weiblichen Körpers zu werden. Die Entscheidung liegt allein bei uns selbst!

Deine Sally

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One Comment

  1. Liebe Salamander, vielen Dank für deine ausführliche und meines Erachtens nach sehr treffende Rezension von Aksanas Buch. Vielleicht hast du Lust, dir zum Thema positives Körperbild/ Körperselbstliebe einmal meine Website Body of love (www.body-of-love.com) anzusehen. Da geht es – ganz un-esoterisch – ebenfalls um das Thema, wie ich mich selbst lieben kann, so wie ich bin. Buchtipps sind auch hinterlegt. Vielleicht ist noch was Spannendes für dich dabei. Liebe Grüße, Anke

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