50 Shades of Kinky Extras – BDSM für Einsteiger

Man mag von 50 Shades of Grey halten was man mag, aber immerhin ist der BDSM Fetisch seitdem ein kleines bisschen gesellschaftstauglicher geworden. Die Auswahl an Fessel-Accessoires und Augenbinden, sogar Knebeln ist gewachsen. Ein paar dieser Accessoires habe ich mal ausgetestet und hier ein paar Tipps und Tricks für dich.

Schließlich probiere ich gern immer mal wieder Neues aus und erkunde meine Grenzen. Dazu gehört auch Fesseln und Gefesseltwerden. Allgemein finde ich das BDSM-Spektrum sehr spannend und hin und wieder kann ein bisschen davon im Schlafzimmer sehr aufregend sein und für frischen Wind sorgen.

Wenn du hier übrigens mal über Begriffe stolperst, die dir nicht sofort geläufig sind, kannst du ja schauen, ob du sie in meinem Sex-Lexikon findest. Das versuche ich stetig für dich zu erweitern, schließlich lerne auch noch ständig dazu.

Was ist BDSM?

Ich möchte hier kurz erwähnen, dass die50 Shades of Grey Reihe so ziemlich gar nichts mit BDSM zu tun hat, außer, dass die gleichen Hilfsmittel verwendet werden.

Der Begriff setzt sich aus mehreren Aspekten der etwas härteren sexuellen Vorlieben zusammen. So fallen in dieses Spektrum Bondage und Disziplinierung, Dominanz und Submission sowie Sadismus und Masochismus. Alle teilnehmenden Partner sind mit ihrer Rolle in dem ungleichen Machtgefüge im Reinen. Sie nehmen diese aus freien Stücken ein. Das Rollenspiel, eine sogenannte BDSM-Session, dreht sich meist um die Disziplinierung, Erniedrigung oder das Zufügen von Schmerzen beim sogenannten Sub, also der unterwürfigen, devoten Partei, durch den Dom, also dem dominanten Part. Sex durch orale, vaginale oder anale Penetration muss nicht zwangsläufig dazugehören. Vor einer solchen Session sollten Grenzen geklärt und ein Safeword vereinbart werden.

Wie hart so ein Spielchen ausfällt, ist natürlich vollkommen unterschiedlich. Schon eine weiche Augenbinde aus Samt über den Augen oder ein zarter Seidenschal, der die Hände sanft zusammenbindet, können ein Kick für das Sexleben sein. Die kalte Berührung mit einem Eiswürfel auf der Haut, wenn man es nicht sieht und sich nicht wehren kann. Die sanfte Liebkosung einer Feder auf der nackten Haut. Oder auch ein Hieb mit der flachen Hand auf den Po. Alles ist erlaubt, solang alle Parteien Lust darauf haben.

50 Shades of Fetisch-Accessoires für die sanfte Unterwerfung

Blind fühlt es sich besser

Verbundene Augen sind ein wunderbarer Anfang für den sanften Einstieg. Wenn man nichts sehen kann, werden die anderen Sinne deutlich sensibler. Man fühlt jede Berührung intensiver. Man hört seine eigene Atmung und spürt alles was der Partner macht deutlicher. Und alles, was die Zunge berührt, wird besser geschmeckt.

50 Shades of Kink Tie Me FesselnFür den Anfang benötigt man nichtmal unbedingt Extras aus dem Sexshop. Die meisten von euch werden Schals Zuhause haben, die sich wunderbar als Augenbinden eignen. Aber natürlich macht eine schöne, bequeme Augenbinde ein bisschen mehr her. Hier gibt es inzwischen eine sehr große Auswahl. Von Nylon über Satin und Samt bis hin zu Latex und Leder kann hier jeder etwas für seinen Geschmack finden. Wenn ihr übrigens sowieso bei eis.de einkauft, könnt ihr euch eine schwarze Satin-Augenmaske auch gratis mit in den Einkaufswagen legen. Für den Anfang ist die Qualität in Ordnung, aber wenn ihr wirklich „blind“ sein wollt, solltet ihr doch ein bisschen was investieren.

Die seidigen Kink Tie Me Fesseln, die ich neulich bei meinem Erotik-Onlineshop Test bestellt hatte, eignen sich zum Beispiel für Anfänger sowohl zum Augen verbinden als auch zum sanften Fesseln.

Fesselnde Hingabe

Ich selbst empfinde es als unheimlich anregend, einem Partner, dem ich vollkommen vertraue, ausgeliefert zu sein. Mich nicht wehren zu können und hinnehmen zu „müssen“, was auch immer er mit mir macht.

Die Fesseln sind aber nicht nur eine Einschränkung, sondern auf andere Art und Weise auch eine Befreiung. Denn du darfst einfach genießen. Du musst genießen, denn genau das ist es ja, was dein Partner sich in dieser Situation von dir wünscht.

Je nachdem, was man möchte, gibt es einige Hilfsmittel. Hast du einen weichen Bademantel? Dann teste doch mal den Gürtel davon aus, um die Hände vorsichtig zusammen zu binden. Pass beim Knoten aber ein bisschen auf, du willst es nicht zu fest binden, sondern hinterher auch wieder aufbekommen. Außerdem sollte – gerade bei Anfängern – auch immer darauf geachtet werden, dass das Blut nach wie vor fließen kann. Solltest du also merken, dass die Hände kribbeln oder kalt werden, lass dich sofort befreien.

Sicherer sind hier Fesseln mit Klettverschlüssen – die bekommst du im Zweifelsfall auch allein wieder auf. Dafür gibt es eine riesige Auswahl mit Plüsch, weicher Polsterung oder auch Leder. Ich durfte zum Beispiel gerade ein wunderschönes Set von Black Swan DesignZ testen. Diese luxuriösen Lederfesseln sehen nicht nur toll aus, sondern sie sind auch noch bequem. Handschellen sind natürlich auch eine Möglichkeit, finde ich persönlich aber unbequem und unpraktisch.

Die kunstvolle Art des Fesselns

Noch einmal etwas anderes als einfach nur Handschellen und Vergleichbares, sind Fesselkünste mit Seilen, auch Shibari genannt. Hierbei geht es auch, im Gegenteil zum Bondage, nicht immer nur um die Immobilisierung, sondern teilweise mehr um den ästhetischen Aspekt der Fesselkunst. Und eine Kunstform in sich ist es sehr wohl und sicherlich nichts für Anfänger.

Ich kann euch sagen, wenn hier falsch an einem Seil gezogen wird, kann es schnell zu Schürf- oder Brandwunden kommen. Das macht keinen Spaß. Aufregend ist diese Art der Immobilisierung nichtsdestotrotz. Man sollte sich nur aller Risiken und Möglichkeiten bewusst sein und ausgiebig informieren. Lektüren dazu gibt es schließlich einige, diese zeigen nicht nur die Techniken, sondern sollten euch auch erklären, worauf beim Kauf der Seile zu achten ist. Denn allein mit der falschen Auswahl hiervon kann man ganz schnell den Spaß an der Sache verlieren.

Tolle Hanfseile bekommst du übrigens bei EUFORY.

Zarte Hiebe

Bad Kitty PeitscheNatürlich ist ein bisschen Spanking noch nicht gleich BDSM. Ich denke, beim Doggystyle kommt ein Klaps auf den Po doch öfter mal vor. Mich zumindest hat das schon immer angemacht. Man kann aber auch einen Schritt weiter gehen und eine Peitsche zum BDSM-Spiel benutzen. Je nach Wahl kann auch die vollkommen einsteigerfreundlich sein.

Wer so etwas mal – ohne Schmerzen und Striemen – ausprobieren möchte, dem kann ich zum Beispiel zum hübschen Flogger von Bad Kitty raten. Hier kann man definitiv sagen, dass es sich böser anhört als es sich anfühlt. Es zwickt nämlich nur leicht – die bloße Hand tut mehr weh.

50 Shades of BDSM SpankingWer es etwas intensiver haben möchte, kann zu einem Paddle greifen. Je nach Gusto kann das schon etwas stärker sein, als der Flogger. Für kleine „Verziehrungen“ gibt es auch welche mit Schrift oder Mustern, wie beispielsweise diesem „XOXO“ Exemplar bei eis.de.

Doch allein das Gefühl, dem Partner die Macht zu überlassen, dich auszupeitschen, kann sehr lustvoll sein, auch wenn es nicht (sehr) schmerzt. Schließlich geht es – zumindest für mich – zum Teil nur um das Gefühl der Unterwerfung, nicht darum, tatsächlich Schmerzen zu empfinden.

Was ist der Reiz an BDSM?

Dominanz und Unterwerfung

Ich schätze, der Reiz ist für jeden ein anderer, ich kann hier nur für mich selbst sprechen. Für mich ist es ein Rollenspiel. Denn ich kann in völlig andere Persönlichkeiten schlüpfen. Auch wenn ich sonst eine dominante Art an mir haben kann, so gibt es auch Momente, in denen ich gern Befehle befolge. Es gibt Situationen, in denen ich dienen möchte. Es gibt Momente, in denen ich absichtlich unartig bin, um bestraft zu werden. Und diese Unterwerfung weiß ich dann in vollen Zügen zu genießen.
Lovehoney Fifty Shades Freed BDSM Artikel

Vertrauen und Hingabe

Außerdem finde ich auch das Vertrauen reizvoll, das man hierbei für den Partner haben muss. Ich könnte mir nicht vorstellen, mich auf so eine Art und Weise jemandem hingeben zu können, den ich nicht gut kenne oder dem ich nicht absolut vertraue. Ich finde, diese Art von Liebesspiel geht über bloßen Sex weit hinaus.

Spiel und Fantasie

Es gehört aber auch unheimlich viel Fantasie dazu, finde ich. Für mich ist es nicht damit getan, ans Bett gefesselt und dann gevögelt zu werden. Viel mehr geht es um das Drumherum. Darum, wie der andere genießt, meinen Körper nutzen zu können, während ich mich nicht wehren kann. Küssen, streicheln, kratzen, beißen, Eiswürfel, Kerzenwachs… – mein Credo ist hierbei „Alles ist erlaubt, was keine bleibenden Spuren hinterlässt“.

Noch ein paar Tipps zum Start

Wie – eigentlich immer, wenn es um Sex geht – ist es insbesondere hier unheimlich wichtig, dass ihr miteinander redet. Legt vorher fest, wo eure Grenzen sind, und akzeptiert die Grenzen des Partners. Wenn du von vornherein etwas nicht möchtest, sag das offen und hoffe nicht einfach, dass es nicht soweit kommt.EUFORY
Legt ein Safeword fest. „Schwiegermutter“ zum Beispiel, dann vergeht einem sowieso die Lust. Vieles zielt ja gerade darauf ab, das gebettelt wird, aufzuhören, aber man eigentlich das Gegenteil will. Darum ist es wichtig, eine Möglichkeit zu haben, für Stopp zu sorgen, wenn es notwendig ist. Ihr solltet euch aber auch gut genug kennen, um an der Stimme und Tonlage im Zweifelsfall auch ein ernst gemeintes „Stopp“ erkennen und dementsprechend reagieren zu können.

Macht langsam, testet euch Stückchenweise vor. Man muss gemeinsam herausfinden, was einem gefällt – und was nicht.

Eigentlich sollte ich das nicht sagen müssen, aber sicher ist sicher: Nein heißt nein! Dabei ist es völlig egal, ob dem vorher vielleicht noch zugestimmt wurde – wenn jemand aufhören möchte, dann ist das so. Da darf es keine Diskussionen geben und erst recht nicht trotzdem weiter gemacht werden.

Ansonsten bleibt mir nur noch, dir viel Spaß beim Erkunden von 50 Shades of neuen Abgründen zu wünschen.

Deine Rebecca

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