Warum die Sona Cruise von Lelo und ich einfach keine Freunde werden

Der schwedische Hersteller Lelo bietet luxuriöse Sextoys, die durch ihr schönes Design und ihre Funktion überzeugen sollen. So auch das Schallmassagegerät Sona Cruise.

Natürlich bin ich schon oft über Lelo-Produkte gestolpert, aber getestet hatte ich bisher noch keins. Darum habe ich mich natürlich sehr gefreut, als man mir ein ganz eigenes Exemplar einer Sona Cruise auf der Venus in die Hand drückte.

Ich durfte nun jedoch auch die Nachfolgerin, SONA 2 Cruise testen – und mit der konnte ich mich schon deutlich besser anfreunden.

Lelo Sona Cruise

Nachdem ich ja schon einige Womanizer und Satisfyer getestet habe, wollte ich sowieso schon länger auch gern mal das Gegenstück der Marke Lelo dazu testen. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt, als man mir diese Chance auf Venus gegeben hat. Vor Ort wurde mir die Sona Cruise vorgestellt und gezeigt. Ich muss sagen, sie sieht wirklich toll und edel aus. Du kannst sie in Pink, Hellrosa und Schwarz erhalten. Ich persönlich fand Schwarz einfach am schönsten – schon allein, weil es kein Rosaton ist. Das ist übrigens typisch Deutsch, wurde mir gesagt. In Deutschland ist Schwarz wohl die beliebteste Farbe bei Lelo. Auf der Rückeite glänzt dann noch eine metallische Beschichtung und macht den Luxuseindruck perfekt.

Dieses Schallmassagegerät sieht aber nicht nur von außen toll aus, sondern hat auch noch richtig Power. Für meinen Geschmack jedoch zu viel Power. Dazu aber dann später noch mehr.

Auch wenn die Sona Cruise übrigens die Möglichkeit eines Travellocks hat, sodass sie nicht plötzlich in der Tasche von allein anfängt zu vibrieren, rate ich dir doch nicht unbedingt dazu, sie im Handgepäck zu verstauen. Ich zumindest musste meinen Koffer auf der Heimreise von der Venus öffnen und sie vorzeigen. Die Dame an der Security fragte auch etwas verdutzt, was dass denn sei. Sie wünschte mir dann aber einen guten Flug und viel Spaß, als ich erklärt hatte, dass das ein Klitorisstimulator sei.

Das Travellock kannst du übrigens aktivieren, indem du 5 Sekunden lang den + und – Knopf gedrückt hältst. Zum Deaktivieren genau das gleich oder einfach das Ladekabel verbinden.

Du hast übrigens 1 Jahr Garantie auf deine Lelo Produkte – und 10 Jahre Qualitäts-Gewährleistung. Solle also innerhalb des 1 Jahres ein Schaden am Gerät auftreten, kannst du einen Ersatz einfordern. Danach kannst immerhin noch einen 50% Rabatt auf deine nächste Bestellung auf lelo.com bekommen. Dafür jedoch musst du dein Gerät mit dem Code, der der Verpackung auf einem Kärtchen beiliegt, registrieren.

Die Cruise Technologie

Kennst du das: Du drückst dein Toy in Extase fester an dich heran – und die Kraft lässt plötzlich nach. Gut, ich kenne das bisher zwar nicht, aber ok. Lelo hat die Lösung für ein Problem in die Sona eingebaut, von dem ich nichtmal wusste, dass es existiert.

Die Sona Cruise enthält die sogenannte „Cruise Control“, die 20% der maximalen Leisung zurück hält. Wenn du nun also dieses Schallmassegerät fester an deinen Körper drückst, werden diese zurück gehaltenen 20% freigesetzt, um das Intensitätsniveau konstant zu halten. Das passiert auch völlig von allein, ohne dass du etwas dafür tun musst.

Rückseite der Sona Cruise

Da mir, bevor ich die Sona vorgestellt bekommen habe, gar nicht bewusst war, dass es so ein Problem gibt, kann ich zu diesem Feature natürlich auch nicht allzu viel sagen. Aber konstante Power ist immer was Gutes.

Das Sona Cruise Design

Sona Cruise Pulsator-Kopf

Sona Cruise BedienungSchon die Verpackung der Sona hat ein sehr ansehnliches Design. Sie liegt gebettet in ein Schaumstoffbett und bringt neben einer Gleitgelprobe und der Karte mit dem Code für die Garantie-Registrierung auch gleich noch ihr eigenes Aufbewahrungsbeutelchen mit. Eine richtige Bedienungsanleitung liegt nicht bei, sondern muss online herunter geladen werden.

Wie eigentlich alle Toys des Herstellers aus Stockholm sieht auch die Sona unheimlich edel und luxuriös aus. Der Silikonkörper ist aus einem Guss, sodass er auch vollkommen wasserdicht ist. Nur der goldfarbene Rücken und die Öffnung für das Ladekabel unterbrechen das Design, der Rücken jedoch gibt dem Schallwellenstimulator noch das letzte Finish. Das gibt ihm optisch noch einmal einen Unterschied zu den günstigeren Satisfyermodellen oder auch zum ebenfalls luxuriösen Womanizer.

Aus einem Guss bedeutet aber auch, dass der Kopf nicht austauschbar ist. Etwas, was ich beim Womanizer beispielsweise sehr gut finde, da nicht jede Klitoris und jeder Knubbler gleich gebaut ist, der mit dem Gerät verwöhnt werden soll. Die Öffnung von der Cruise ist auch noch vergleichsweise schmal gebaut. So habe ich zum Beispiel mit dem Klitorisvorhautpiercing ein wenig Probleme, eine gute Position zu finden. Zur Verwendung mit Piercings ist aber leider kein Hinweis in der Bedienungsanleitung zu finden.

Laut Herstellerbeschreibung soll die Sona auch angenehm leise sein. Ich finde sie aber in der Benutzung doch recht laut.

Wie fühlt sich das Schallmassagegerät von Lelo an?

Lelo Sona Cruise im Schaumbad

Wie schon gesagt, die Sona Cruise hat ordentlich Power. Für meinen Geschmack zu viel Power. Nicht nur, dass die niedrigste Stufe schon reichlich kräftig ist – auf der startet die Cruise nicht einmal. Sie startet auf Position 3. Für mein eigenes Empfinden ist das schon die höchste Stufe, die ich vertrage. Ich muss also immer erstmal das Intensitätslevel herunterschalten, bevor ich an meinen Kitzler ansetze.

Dreimal habe ich sie getestet. Dreimal habe frustriert aufgegeben.

Das erste Mal hatte ich hinterher tatsächlich 3 Tage lang einen schmerzenden Kitzler. Vielleicht hatte ich zu viel Power ausgetestet, vielleicht hatte mein Piercing falsch gelegen. Aber es war auf jeden Fall nicht gerade angenehm. Ich hatte geradezu Angst davor, die Sona Cruise ein weiteres Mal auszuprobieren.

Das zweite Mal habe ich ihr dann in der Badewanne eine Chance gegeben. Ich dachte, entspannt im warmen Wasser „flutscht“ das alles nochmal anders. Schmerzen hatte ich dieses Mal keine, aber irgendwie war das Gefühl bei der Benutzung so intensiv, dass ich wieder aufgegeben habe. Es war ein komisches Gefühl, so als hätte man im ungünstigsten Moment vor dem Orgasmus abgebrochen und nun bin ich nicht gekommen, aber der Kitzler ist trotzdem zu empfindlich, um weiter zu machen und tatsächlich zu kommen.

Das dritte Mal habe ich es mir noch einmal im Bett entspannt gemütlich gemacht. Dieses Mal habe ich extra darauf geachtet, die niedrigste Stufe anzustellen, bevor ich die Schallwellen an meine Klitoris gebracht habe. Zuerst fand ich diesmal das Gefühl ganz angenehm. Dann habe ich die Intensität etwas höher gestellt – und schon war es wieder zu intensiv und ein ähnlich frustrierendes Gefühl wie in der Badewanne breit. Also habe ich es aufgegeben.

Die Sona Cruise und mein Kitzler werden wohl einfach keine Freunde. Und wenn mein Kitzler sie nicht mag, ist sie wohl nicht das Richtige für mich.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Lelo Sona Cruise UnboxingMaterial: ABS/ medizinisches Silikon
  • Maße:
    • Länge: 11,4 cm
    • Stimulationskopf innerer Durchmesser: ca. 1 cm
    • Stimulationskopf äußerer Durchmesser: ca 2 cm
  • Gewicht: 124 g
  • Wasserdicht
  • Ladezeit: ca. 2 Stunden
  • Akkulaufzeit: bis zu 60 Min
  • 8 Vibrationsmodi
  • Inhalt: Sona Cruise, Aufbewahrungsbeutel, Gleitgelprobe, USB-Ladekabel, Garantie-Registrierungskarte
  • Preis:

Fazit

Für mich ist die Sona Cruise nichts. Ich bin offensichtlich einfach zu sensibel und mit dem Piercing ist es auch nicht die Ideallösung. Sehr schade. Ich hätte dieses wunderschöne Schallmassagegerät gern mehr gemocht. Aber für mich ist es einfach zu intensiv, sodass es nicht mehr befriedigend ist.

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es auch Frauen gibt, für die das genau richtig ist. Von daher kann und will ich auch nicht sagen, dass dieses Lelo Toy schlecht ist. Qualitativ wird auf jeden Fall für den Preis Passendes geboten.

Pro:

  • Tolles Design
  • Hochwertiges Material
  • Kraftvoller Motor
  • Travellock
  • Aufbewahrungstasche
  • Garantie/Gewährleistung
  • Akkubetrieben
  • Wasserdicht

Contra:

  • Nur eine Größe des Kopfs
  • Nicht unbedingt geeignet bei Klitorispiercing
  • Zu kraftvoll

Alles in allem ist die Sona Cruise sicherlich kein schlechtes Sextoy. Nur für mich ist sie nicht das richtige. Das Design und der Motor sind aber definitiv ein paar Punkte wert.

3 von 5 für den Lelo Sona Cruise

Deine Sally

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